Der Flüssigkeitsbedarf ist im Fußballsport erhöht. Durch Schwitzen gehen dem Körper während des Trainings oder Spiels Wasser und Mineralstoffe verloren, die durch Trinken wieder ausglichen werden müssen.

 

Der Wasserverlust kann im Fußballspiel bis zu 3 Liter betragen, unter besonderen Umständen (z. B. schwüles Wetter, hohe Außentemperaturen) sogar noch darüber liegen. Ein Flüssigkeitsdefizit wirkt sich schneller leistungsreduzierend aus als jeder andere Nahrungsmangel.

Bereits ein Wasserverlust von 2 % des Körpergewichts verringert die Leistungsfähigkeit um bis zu 20 %.

 

Höhere Verluste können zu Muskelkrämpfen, Schwindel, Durchblutungsstörungen, Kopfschmerzen, Atemnot sowie Hitzestau und Kollaps führen. Zur Vermeidung eines Flüssigkeitsverlustes sollte deshalb nicht erst getrunken werden, wenn man Durst hat. Das Durstgefühl tritt erst auf, wenn das Flüssigkeitsdefizit bereits zu Leistungseinbußen führt. Für das Trinkverhalten können daher folgende Empfehlungen gegeben werden

  • Schon vor dem Training/Spiel ausreichend trinken. Nach dem Aufwärmen 200—250 ml Flüssigkeit zuführen, damit der Spieler nicht mit einem Defizit das Training/Spiel beginnt
  • Im Spiel jede Gelegenheit (alle 15—20 Minuten) nutzen, um 200—250 ml zu trinken
  • Im Training zwischen einzelnen Übungs- oder Spielformen dem Spieler die Möglichkeit geben, kleine Trinkmengen (200—250 ml) aufzunehmen
  • In der Halbzeitpause in kleinen Schlucken trinken und keine großen Flüssigkeitsmengen auf einmal zu sich nehmen
  • Nach dem Training/Spiel ausreichend trinken

 

Apfelsaftschorle

Die Apfelsaftschorle ist ein ideales Getränk vor allem nach dem Training oder Spiel. Neben enthaltenen Mineralien und Vitaminen wird besonders durch den hohen Kaliumanteil die schnelle Wiederauffüllung der entleerten Kohlenhydratspeicher in der Regeneration unterstützt.

Weitere Getränke

Auch handelsübliche Fruchtsäfte können im Fußball verwendet werden. Sie enthalten neben Kohlenhydraten Vitamine und Mineralien. Je nach Geschmack sollten die Fruchtsäfte aber mit Wasser gemischt werden ( 1 Teil Fruchtsaft, 4 Teile Wasser ). Unverdünnte Säfte haben einen hohen Säureanteil und können zu Magenbeschwerden, Aufstoßen oder sogar Erbrechen führen.

Reines ( Leitungs- ) Wasser ist zum Flüssigkeitsausgleich ungeeignet. Durch die fehlenden Mineralien (besonders Natrium) und Kohlenhydrate verzögert sich die Aufnahme im Darm. Dadurch gelangt das Wasser langsamer in den Organismus. Große Trinkmengen können u.U. u einer lebensbedrohlichen Situation (Wasservergiftung) führen.

Zuckerhaltige Getränke wie Cola und Limonaden wirken weder durstlöschend, noch enthalten sie Mineralien und Vitamine. Demzufolge werden die aufgetretenen Wasser- und Mineralienverluste nicht ausgeglichen. Ferner wird durch den hohen Zuckergehalt (8—14 %) die angestrebte, schnelle Flüssigkeitsaufnahme verzögert.


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